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Die Wahrnehmung - die Reflexion seiner selbst!

ICH - die wichtigste Person in meinem Leben - Mental Professionals, Dietikon, Limmattal, Schweiz
ICH - die wichtigste Person in meinem Leben - Mental Professionals, Dietikon, Limmattal, Schweiz

Die eigene Wahrnehmung ist immer einer Reflexion seiner selbst. Kürzlich erzählte mir ein Freund ein interessantes Erlebnis, das sich wunderbar zur Illustration bietet. 

 

Auf dem Weg nach Hause, nach einem fordernden und strengen Arbeitstag, coole entspannende Musik im Auto, einfach am herunterfahren, kreuzten sich die Wege mit einem Bekannten. Tags darauf kam die Rückmeldung «Wir haben uns gestern gekreuzt, hast Du mich nicht gesehen?» Nein hatte ich nicht. «Mein Gott, Du bist so arrogant im Auto gesessen, rauchend, mit Sonnenbrille, als ob Dir die Welt gehören würde.» Interessanterweise fünf Minuten später, traf er einen Kollegen an der Tankstelle. Dieser freute sich sichtlich und meinte, «Mein Gott, Du siehst entspannt aus, frisch aus den Ferien?». Ab den unterschiedlichen Rückmeldungen war er irritiert. Diese beiden völlig unterschiedlichen Rückmeldungen schrieb er der Mondkonstellation zu. 

 

Nein, die Mondkonstellation ist hier unschuldig :-) Die unterschiedlichen Rückmeldungen basieren einfach auf den jeweiligen Perspektiven, befeuert von den personenbezogenen Werten, Persönlichkeit und Gemütslage. Auch schon einmal mit dem linken Bein aufgestanden? Nichts, aber einfach gar nichts war gut. Das harmonisch Vogelgezwitscher am Morgen war plötzlich nervend und der Kaffee war auch schon besser. Ein Déjà-vu? Aha. ;-)

 

Gehen wir davon aus, dass sich innert der erwähnten fünf Minuten Autofahrt der Gemütszustand meines Freundes nicht völlig veränderte, dennoch nehmen ihn zwei Personen unterschiedlich wahr. Der Eine abwertend, destruktiv und der Andere wohlwollend, aufbauend. Beide Personen urteilten das Zusammenkommen mit Blick durch die jeweilige «Gemüts-Brille». Beim Einen mit negativen Filter und beim anderen mit positiven Filter. Welchen Stellenwert sollen Rückmeldungen zu einer Person beigemessen werden, die eine Reflexion der eigenen Gemütslage ist? Richtig - gar keine. 

 

In meiner Arbeit habe ich viele wunderbare Menschen kennen gelernt, die vom Partner, dem Umfeld, von der Familie teilweise über Jahre eingeredet wurde, dass sie nichts wert, dumm, unfähig und mehr seien. All diese Personen hatten die «negative Brille» an, nichts war richtig und gut. Diese massiven Anschuldigungen wurden mit der Zeit als eigene Wahrheit übernommen und als Glaubenssätze manifestiert. Ein Wunder, dass das Selbstbewusstsein, die Motivation und die Lebensfreude im Keller war? Natürlich nicht. Die gute Nachricht, solche Situationen sind lösbar - meist nur mit der Schaffung einer Distanz.    

 

Zweifelsfrei hat jeder Mensch seine Macken, Ecken und Kanten - der perfekte Mensch gibt's nicht. Für subtile «Klein-Macherei» gibt es eine gewichtiges Rezept: Eine grosse Portion gesundes Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen. Ist dies gegeben, kann man sehr wohl einschätzen, ob die Reflexion ernst zu nehmen oder zu ignorieren gilt. Einverstanden? ;-)

 

Weitere Informationen, wie man sich eine «dickere Haut» zulegen kann oder das Selbstvertrauen in Schwung bringt, gibt es in nachfolgenden Rubriken.

Natürlich freue ich mich auch über jede Rückmeldung oder Kontaktaufnahme per Telefon oder Email.

 

Herzlich,

Reto 

 

 

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