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Der Zirkus-Elefant.

Zirkus-Elefant. Mental Professionals, Dietikon, Zürich, Schweiz
Der Zirkus-Elefant.

 Jedes Jahr ist der Zirkus in der Stadt. Vor ein paar Jahren war der Zirkus noch ein grosses Highlight und der Besuch war Pflicht - man wollte sich dieses magische Ereignis nicht entgehen lassen. Die Artisten mit ihren Darbietungen vermochten mich nicht zu begeistern, mein Herz schlug für die Clowns, die Löwen- und insbesondere die Elefanten-Nummer.

 

Die Raubkatzen und Elefanten-Nummer liessen mich immer wieder aufs Neue rätseln: Wieso fielen die Löwen nicht einfach über den Dompteur her und frassen ihn auf? Oder die Elefanten, wieso wirbelten sie nicht mit einem kräftigen Rüsselschlag den Dompteur durch das Zirkuszelt, oder versetzten mit ihren kräftigen Füssen einen heftigen Tritt? Nein, die Löwen und Elefanten liessen sich so richtig zum tierischen Zirkus-Clown machen, die Zuschauer waren ob den unnatürlichen Kunststücken einfach beeindruckt und applaudierten begeistert.

 

Jahre später habe ich gelesen, dass junge Elefanten von klein an eine Kette um den Fuss oder um den Hals gelegt bekommen. Anfangs wehren sie sich gegen die Kette, sie laufen unermüdlich dagegen an und wollen sich davon befreien. Irgendwann resignieren und realisieren sie, dass das Ankämpfen gegen die Kette nichts bringt. Diese gewonnene Erkenntnis «Die Kette ist stärker.» formt sich als Glaubenssatz und etabliert sich über die Jahre hinweg als ihre Wahrheit. Selbst wenn sie als ausgewachsene Elefanten die Kraft hätten, sich von der Kette zu reissen, werden sie’s nicht versuchen: Ihre Stärke ist ihnen nicht bewusst und sie glauben nicht an ihre Fähigkeiten. 

 

Wie bei den Zirkuselefanten ist es bei uns Menschen, uns wurden im Kindesalter in verschiedenen Bereichen «Ketten angelegt»:

  • «Das kannst Du nicht.»
  • «Das darfst Du nicht.»
  • «Sei vorsichtig!»
  • «Schäme Dich!»
  • «Dich kann man nicht gebrauchen!»
  • «Benimm Dich und sei brav!» und viele mehr.

Natürlich wehrten wir uns dagegen - mit jedem Versuch, sich dieser Ketten zu entledigen, mussten wir eingestehen, dass die Kette stärker ist. Mit der Zeit nahmen wir unser Schicksal als unsere Wahrheit an, ein wichtiger Eckpfeiler unserer Haltung und Wahrnehmung wurde eingeschlagen.  

 

Jahre später, immer noch mit der falschen «Wahrheit» im Kopf, verpassen wir Chancen und sehen verwundert zu, wie andere mit einem Selbstbewusstsein und einer Selbstverständlichkeit neue Aufgaben anpacken, das Leben mutig ausgestalten, neue Fähigkeiten erlernen oder mit einer beneidenswerten Unbeschwertheit durchs Leben schreiten. 

 

Ein Leben in Ketten? Nein danke!

Allen Menschen wurden Ketten angelegt, die sich aus Erfahrungen, Erziehung und Erlebnissen über die Jahre zur eigenen Wahrheit formten. Bei einigen wiegen diese Ketten leicht, vielleicht konnten sie diese mit der Zeit ablegen. Bei anderen wiegen diese Ketten schwer, das Gewicht beeinträchtigt sie im Leben. Es ist nicht einfach, diese limitierenden Glaubenssätzen zu erkennen, denn sie gehören ja zum eigenen Weltbild und werden als richtig wahrgenommen. Dieses Spannungsfeld zwischen den vermeintlich richtigen Glaubenssätzen und einer Wunschsituation führen zu Stress. Typische Signale sind grosse Unzufriedenheit, fehlendes Selbstvertrauen, fehlende Motivation, Ziel-/Orientierungslosigkeit, häufige Konflikte, nicht auf einen grünen Zweig kommen und viele weitere mehr.

 

Sind diese Glaubenssätze und deren Ursache erst einmal identifiziert, lassen sich diese auflösen, um dem wahren «ICH» einen Zugang zu geben, die verborgenen Fähigkeiten und Talente zu erkennen und das Leben ohne eigene, unnötige Schranken zu gestalten.   

 

Und wann legst Du Deine Ketten ab? Brauchst Du Hilfe? Melde Dich, wir unterstützen, begleiten und coachen.