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Bin ich gut genug?


Wenn die Selbstwahrnehmung einen Streich spielt!


Bin ich gut genug? - Mental Professionals, Dietikon, Zürich, Schweiz
Bin ich gut genug? - Mental Professionals

Bin ich gut genug? Diese einfache Frage, vermag vielen Lesern ein Schmunzeln entlocken. Auf den ersten Blick lässt sich diese Frage einfach und positiv beantworten. Gleichzeitig gibt es Alltagssituationen, die diese Frage «Bin ich gut genug?» zu Verunsicherungen führen kann. Konflikte im Job, Beziehungsstress oder wenn die pubertären Jugendlichen zum Vorwurf-Rundumschlag ausholen, können die grössten (Selbst-)Zweifel auslösen. 

 

Wie geht man damit um? Ein wichtiger Fakt gleich vorne weg, natürlich ist jede Person gut genug! Leicht wird vergessen, dass wir jeden Tag Neues lernen und all diese Erfahrungen unsere Entwicklung prägen. Oder kennst Du ein jähriges Kind, das den Salto kann, fliessend englisch und französisch spricht, einen Dreisatz in nullkommanichts löst und ein fantastisches Fünfgang-Menü auf den Tisch zaubert? Eben, all diese Eigenschaften wurden über die Jahre gelernt. Es ist unmöglich, aus dem Stand heraus die perfekte Mutter oder Vater zu sein, 25 jährige können niemals die Berufserfahrung eines 55 jährigen haben, selbst wenn sie ein Hochschulstudium aufweisen - das geht einfach nicht.

 

Die aufkommenden Zweifel auf die Frage «Bin ich gut genug?» sind oft mit einer Unsicherheit oder einer (Erfahrungs-)Lücke verbunden. Ein Bereich, in dem man (noch) nicht ganz sattelfest ist und/oder eine überzeugende Gewissheit «So geht es und nicht anders.» hat, können Zweifel auslösen. Mit diesem Selbstzweifel-Phänomen gehen Männer und Frauen anders um. Männer neigen dazu, die aufkommenden Selbstzweifel zu unterdrücken und mit Sprüchen, Besserwissereien, vielleicht auch mit Arroganz, abzulenken - tendenziell überschätzen sie sich. Die Frauen neigen zu einer Unterschätzung, sie versinken in Selbstzweifel und übertragen diese auf viele andere Bereiche - zunehmend fühlen sich wertlos. Das ist natürlich Blödsinn. 

 

Einem Tunnelblick gleich, wird die Aufmerksamkeit einfach auf das Problem gerichtet, alle anderen wunderbaren und einzigartigen Eigenschaften, die jeder Mensch hat, werden vom Bewusstsein ignoriert. Würde man den Blick und die Wahrnehmung erweitern, den vielen tollen Eigenschaften und Talenten bewusst sein, würde das vermeintliche Problem in eine absolute Bedeutungslosigkeit versinken. 

 


Die Sichtweise öffnen - wir zeigen wie!

Für diese wirkungsvolle und erhellende Übung solltest Du rund eine Stunde - ohne Störung! - einplanen.

  1. Papier und Stift organisieren.
  2. Ruhiger und ungestörten Ort aufsuchen.
  3. In die Ruhe mit einer kleinen Atemübung kommen:
    - Augen schliessen
    - Tief einatmen - 4 Sekunden
    - Atem für 3 Sekunden anhalten
    - Tief ausatmen - 7 Sekunden
    - Diese Atemübung mindestens 3 Mal machen
    - Augen öffnen
  4. Das Papier in der Mitte falten und dann wieder öffnen. 
  5. Auf der einen Seitenhälfte schreibst Du den Titel mit grossen Buchstaben, vielleicht auch in roter Farbe, «Mein Problem» 
  6. Auf der anderen Seitenhälfte schreibst Du den Titel mit grossen Buchstaben, vielleicht auch in grüner Farbe, «Das ist NICHT mein Problem» 
  7. Nun richte Deine Aufmerksamkeit auf Dein Problem, fühle Dich so richtig hinein und spüre den Schmerz. Unter dem Titel «Mein Problem» beschreibst und notierst Du das Problem stichwortartig und wie sich der Schmerz anfühlt. Schreib Dir Dein Leid von der Seele. 
  8. Wenn Du die wesentlichsten Punkte beieinander hast, lies Deine Zeilen, korrigiere oder ergänze sie. 
  9. Nun kommt der schwierige Teil :-) Um die Gedanken zu beruhigen, führe die Atemübung (siehe Punkt 3) bitte nochmals mindesten drei Mal durch.
  10. Schreib nun unter dem Titel «Das ist nicht mein Problem» auf, was NICHT Dein Problem ist. Diese Übung bereitet Vielen anfangs etwas Mühe, eine kleine Hilfestellung. Angenommen Du hast im Job einen Stress, dann können Dir diese Stichworte einen Impuls geben:

    - Partnerschaft / Beziehung
    - Kinder
    - Freunde / Familie / Geschwister
    - Haustiere
    - Gesundheit
    - Hobby / Sport
    - Wohnung / Haus / Deine Lebenssituation (ausreichend zu Essen? Dach über dem Kopf? Urlaub? )
    - Und viele weitere mehr. 

    Wichtig: Stell Dir jeden einzelnen Punkt genau vor und versuche zu fühlen, wie sich genau dieser Punkt «Was ist NICHT mein Problem?» anfühlt.  
  11. Wenn Du die wesentlichsten Punkte beieinander hast, lies Deine Zeilen, korrigiere oder ergänze sie. 
  12. Nun schau Dir Dein Blatt mit all Deinen Notizen an. Und, welche Antwort gibst Du nun auf die Frage «Bin ich gut genug?»? ;-)
Problem-Radar - Mental-Professionals, Dietikon, Zürich, Schweiz
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Als kostenlose Dienstleistung bieten wir Interessierten die Möglichkeit, unseren «Problem-Radar» herunterzuladen. Diese einfache Übung erweitert den Horizont und löst vom Tunnelblick, sprich der Fokussierung auf ein Problem. Viel Spass!
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Mit Coaching und Hypnose das Selbstbewusstsein stärken

Die richtige Einstellung und Eigen-Wahrnehmung sind für das persönliche Wohlbefinden von grösster Wichtigkeit. Glaubt ein Spitzensportler nicht an sich und seine Fähigkeiten, kann er keine Top-Leistung abrufen. Diese mentale Einstellung ist auch für alle Nicht-Spitzensportler wichtig, sie hilft, in eine innere Ruhe zu kommen und ein gesundes Selbstbewusstsein zu bekommen. Ein gesundes Selbstbewusstsein lässt viele Alltagsherausforderungen einfacher bewältigen.

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